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Überfüllung des Tierheims und nachfolgender Stillstand
A.P.A.D. ist sich
der prekären Situation der Hunde in Spanien aufgrund von der Nichtanwendung
bestehender Gesetze und der Verantwortungslosigkeit sowohl von seiten der
Gemeindeverwaltungen als auch von Privatpersonen bewusst.
Das Gesetz 4/94 de
la Generalitat Valenciana Paragraph 18 schreibt vor:
Paragraph 18
Für die Aufnahme und Haltung von
ausgesetzten Tieren verfügen die Rathäuser über spezielles Personal und
angemessene Anlagen. Diesen Service kann man mit dem zuständigen autonomen
Ministeramt oder mit den Tierschutzvereinen abschlieβen. In den Gemeinden, in
denen es gesetzlich gegründete Tierschutzvereine gibt, und diese beantragen, die
Verantwortung für Aufnahme, Pflege und Adoption oder Tötung ausgesetzter Tiere
zu übernehmen, werden diese bevollmächtigt, diesen Service auszuüben und man
stellt ihnen die zur Ausführung desselben notwendigen Mittel zur Verfügung.
Das heiβt, von
seiten der Bürger müssen die Gemeindeverwaltungen, die diese Vorschriften nicht
einhalten, unter Druck gesetzt werden; und Privatpersonen müssen Verantwortung
übernehmen und direkt oder indirekt mitarbeiten.
A.
Direkt:
Mitarbeit bei
Tierschutzvereinen ohne rassische Vorurteile oder Diskrimination von bestimmten
Nationalitäten unter ihren Mitgliedern. Alle haben ein gemeinsames Ziel: Hunde
zu retten.
B.
Indirekt:
Mit der
Implantation eines Chips (Tierarzt) kann man seinem Hund das Leben retten, z.B.
wenn er einen Unfall hat oder verloren geht, man trägt dazu bei, dass die
Tierheime nicht mit nicht-identifizierbaren Hunden überfüllt werden und man
vermeidet, im Falle, dass der Hund abhanden kommt, dass der Nachbar der
gesetzliche Besitzer des Hundes wird, indem er dem Hund einen Chip auf seinen
Namen einsetzen lässt.
Wir erinnern auch
an die Sterilisation der Hündinnen, da – auch wenn der Besitzer selbst eine
verantwortungsbewusste Person ist – er logischerweise nicht für die 7 oder 9
neuen Besitzer der Welpen, die seine Hündin haben kann, bürgen kann und dafür,
was diese mit ihnen in den nächsten 10 Jahren machen werden. Eine Sterilisation
kostet durchschnittlich 200 € und ist für das ganze Leben. Ein Wurf von 7 oder 8
Welpen kostet das Tierheim mit Impfungen, tierärztlicher Betreuung und
Spezialfutter durchschnittlich mindestens 500 €. Multipliziert man diese Summe
mit 2 Läufigkeiten einer Hündin im Jahr mit Welpen, sind es 1000 € jährlich, und
dies multipliziert mit durchschnittlich 10 Lebensjahren einer Hündin sind 10.000
€. All dies, weil ein verantwortungsloser Besitzer sich 200 € gespart hat!
Und wir
sprechen hier nur von einer Hündin! Es gibt wesentlich mehr.
Die Überfüllung
der Tierheime aufgrund der Verantwortungslosigkeit einiger Weniger hat zunächst
das Ausbleiben von Adoptionen wegen der durch die Überfüllung erzeugte
Gesundheitsschädlichkeit zur Folge, sowie Kämpfe unter den Hunden (mit Toten)
aufgrund von fehlendem Lebensraum, ebenso wie die Einstellung von
Sterilisationen, tierärztlichen Behandlungen und dringenden chirurgischen
Eingriffen. Das Ergebnis ist dann die Schlieβung des Tierheims und die
wahrscheinliche Tötung der Hunde als letztes Mittel.
Abschlieβend
gesagt: wenn man nichts über Hunde weiβ,
aber einen haben möchte, sollte man sich vorher bei den verschiedenen Fachleuten
(Tierschutzvereine, Tierärzte, etc.) informieren. |